Kurdistan Kultur- und HIlfsverein e.V.


 
Aktuelle Veranstaltungen | Bisherige Veranstaltungen

 In nächster Zeit finden folgende Veranstaltungen statt:


Tag der offenen Tür 
Projekte in der Nogatstr. / Neukölln
Datum: 01.10.2010 Uhrzeit: 15.00 – 18.00 Uhr
Ort: Nogatstr. 5  12051 Berlin U/S-Bahn  Neukölln
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5. Kurdische Kulturtage

"Die Kurdische Sprache" 
Datum: 29/30/31.10.2010

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Di derbarê olên cure cure de agahdarî (Êzîdî, Elewî, Sunnî,  Xiristîyan, Cuhî)

DIALOG DER RELIGIONEN

Veranstaltungsreihe April-Juli 2010

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Tag der offenen Tür 

Projekt Bleiberecht durch Arbeit
PBF - Projekt Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen
Datum: 10.06.2010 Uhrzeit: 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: Schönstedtstr. 7 12043 Berlin U-Bahn Rathaus Neukölln
Tag der offnen Tür 10.06.2010 Schönstedstr. 7  Tag der offnen Tür 10.06.2010

Am 10.06.2010, stellten sich zwei Projekte, „PBF- Berufsorientierung  für Flüchtlingsfrauen“ und „Bleiberecht durch Arbeit“  des Kurdistans Kultur- und Hilfsverein e.V., in den neuen Räumen der Schönstedtstraße in Neukölln, bei einen Tag der offenen Tür,  vor. Begrüßt und eröffnet wurde die Veranstaltung von dem Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Dr. med. Sükri Güler, der sich auch herzlichst bei allen Mitarbeitern des KKH e.V. bedankt hat, für die Arbeit die sie leisten.
Vorgestellt wurde zunächst das Projekt „PBF Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen“ von Heike Hübner und Alice Müllner. Das Projekt ist für Migrantinnen, die mithilfe eines 10- monatigen Kurses für Berufe und Ausbildungen im sozial-medizinischen Bereich vorbereitet werden sollen.
Darauf hin stellten Yusuf Elitog und Yara Kehl das Projekt „Bleiberecht durch Arbeit“ vor. Den Zielgruppen werden u.a. Beratung, Berufsorientierung, individuelle Integrationsbegleitung und Bewerbungstraining angeboten. Dadurch soll die Grundlage für einen gesicherten Aufenthalt- und eine Zukunft in Deutschland geschaffen werden. Nach den Informativen Vorträgen durften Anregungen und Fragen gestellt werden, bis dann endlich das Buffet, mit leckeren, kurdischen Speisen von Dr. med. Sükri Güler eröffnet wurde. Neben den interessanten Gesprächen und neuen Kontakten, die geknüpft werden konnte, brachte die kurdische Sängerin und Freundin Nûre, mit den modernen Einflüssen von Jazz in ihrer Musik, den ganzen tag zum Einklang. 
 

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Veranstaltungen der Vereinigung kurdischer Ärzte in Deutschland im KKH e.V.  :

 Zahnkaries von Dr. Hajo ist am 25.04.2010 um 12.00 Uhr

Zahnkaries vermeiden von Dr. Mihmud ist am 30.05.2010 um 12.00 Uhr

Augenerkrankungen von Dr. Moustafa ist am 27.06.2010 um 12.00 Uhr  

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Karneval der Kulturen

http://www.karneval-der-kulturen.de/de/

Unsere Volkstanzgruppe KOMA DILAN und Jugendgruppe KOMCIWAN sind am 23.05.2010 dabei!

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NEWROZ 

Kurdisches Neujahrsfest

13.03.2010 um 18.30Uhr

Newroz 13 März 2010

2622 Jahre kurdisches Neujahrsfest-

Die Feier von KOMKAR Berlin und dem Kurdistan Kultur- und Hilfsverein am 13. März 2010

 

Am 13.3.2010 feierten KOMKAR Berlin und der Kurdistan Kultur- und Hilfsverein KKH in der Berliner Urania das kurdische Newrozfest. Newroz, auf deutsch Neujahr, ist am 21. März jedes Jahres. Es ist  der höchste Feiertag der Kurden.  Zur Eröffnung  erklärte die Moderatorin Medya Kofli die Bedeutung des Newrozfestes: Seine gemeinsame Feier in allen Teilen Kurdistans drückt die  Zusammengehörigkeit unter den Kurden aus und zeigt, dass sie die Einschränkung ihrer Freiheiten und Menschenrechte nicht widerstandslos hinnehmen.

Danach trat die Volkstanzgruppe Koma Dilan auf die Bühne und führte, begleitet von Oboe und Trommel einen kurdischen Tanz auf. Es folgte ein Gedicht, in dem die vier Teile Kurdistans, Norden, Süden, Osten und Westen, vorgestellt wurden. Bei der anschließenden Gedenkminute für die im Kampf für ihre Rechte gefallenen Kurden und der kurdischen Nationalhymne erhoben sich die Anwesenden von ihren Plätzen.

Sükrü Güler, der Vorsitzende des KKH, ging in seiner folgenden Ansprache auf die Lage in den vier Teilen Kurdistans ein. Vor 2622 Jahren habe der Schmied Kawa den Tyrannen Zahak besiegt und seinem Volk die Freiheit geschenkt. Doch heute werde das kurdische Volk immer noch unterdrückt: In Nordkurdistan (Türkei) sei der Sprachunterricht für 25 Millionen Kurden in der Schule immer noch verboten. Viele der 2 Millionen Kurden in Westkurdistan (Syrien) seien von ihrem Staat für „nichtexistent“ erklärt worden und hätten nicht einmal Personalpapiere. Ostkurdistan (Iran) sei ein „schwarzer Kasten“: über die Lage dort wisse man fast nichts, weil das Regime, das eine Atombombe baue, keine Nachrichten aus dem Land lasse. Unter einem Krieg gegen Iran werde aber die Bevölkerung leiden. Positiv sei nur die Lage im Irak: der irakische Bundesstaat Kurdistan habe eine frei gewählte Regierung. Der Kampf um Menschenrechte für die Kurden sei nicht nur die Sache einer Partei oder einer Person. Wenn viele sich engagieren, seien Erfolge möglich: Güler verwies auf den Fall der Berliner Mauer, den niemand für möglich gehalten hätte. Dies sei ein Vorbild für die Kurden.

Franz Schulz, Bezirksbürgermeister von Kreuzberg-Friedrichshain, dankte dem KKH für die in vielen Jahren geleistete Arbeit und wünschte weitere Fortschritte für Frieden in Kurdistan und die Partizipation der Kurden in Deutschland.

Es folgte der Auftritt der als warmherzig, humorvoll und hilfsbereit beschriebenen Künstlerin Mizgin, einer 21jährigen Kurdin aus Hamburg. Von Keyboard und Saz begleitet sang sie stimmungsvolle  kurdische Lieder.

Anschliessend sprach die Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, Barbara John, zu den Gästen. In Berlin würden viele Neujahrsfeste gefeiert, das kurdische sei eines der stärksten. Dies zeige, daß die kurdische Sache vorangekommen sei. Der gewaltfreie Ansatz des KKH, die Situation der Kurden mit  Bildung, Aufklärung und Wissen zu verbessern, werde sich eines Tages durchsetzen. Besonders freute sich Frau John über die Anwesenheit so vieler junger Leute.

Der „Dengbej“ (Sänger) Delil Dilanlar aus Mus (Nordkurdistan)  spielte und sang anschließend kurdische Lieder. Er wurde von Saz, Tembur, klassischer Gitarre und Schlaginstrumenten  begleitet.

Er unterbrach sein Programm mit einer kurzen Ansprache.

Danach sprach der Vorsitzende von KOMKAR EU, Kovan Amedi. Er hielt seine Ansprache auf kurdisch.

Begleitet von Saz, Tembur und E-Gitarre sang anschliessend Mikail Arslan. Er schreibt seine Lieder in Zazaki, einer von der UNESCO als bedroht eingestuften kurdischen Sprache, die im Nordwesten Kurdistans und im Exil von etwa 2-3 Millionen Menschen gesprochen wird.

Die Moderation konnte anschliessend einige Grussbotschaften verlesen. Sie kamen vom Generalsekretär der PSK, der türkischen/kurdischen  Partei HAK-PAR, Vereinen aus Amed (Diyarbakir) und Agri und KOMCIWAN Wuppertal. Auch auf Unterschriftensammlungen gegen den Ilisu-Staudamm und eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Giftgasangriffs auf Halabja am 16. März wurde hingewiesen.

„So scharf wie die Klinge der Soran, so stark wie die Blicke der Berzan“ ist die Stimme von Hasan Sherif, der anschließend auftrat. Zu elektronischem Saz und Keyboard versetzte seine rhythmische Musik den Saal in Tanzlaune, und die Gäste erhoben sich von ihren Plätzen. Mit einem in vielen Gruppen miteinander tanzenden Publikum fand der Abend einen schönen Ausklang.

Durch den Abend führten Medya Kofli  und Chaled Berwari.

 Frank-René Domes

 

 


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KONFERENZ

Die armenische national-demokratische Bewegung und 

der Genozid von 1915

21. Februar 2010, Sonntag um 14.30 Uhr 

Adresse: Werkstatt der Kulturen

Wissmanstr. 32 12049 Berlin U-Bahn Herrmanplatz 

Programm: 

Dia-Show " Stille Schreie-Verlorene Geschichte" 

Dr. Gerayer Koutsharian "Rekonstruktion der Wahrheit"

Recep Marasli  Vortrag

Gruppe Dendar 

Veranstalter: 

KKH e.V./KOMKAR-Berlin, Allmende e.V. , Arbeitsgruppe Anerkennung

Wir bedanken uns bei der 

Landeszentrale für politische Bildungsarbeit für die finanzielle Unterstützung

             Bild von der Veranstaltung      Bild von der Veranstaltung

Konferenz und Buchpräsentation zum Thema: 

Die armenische national-demokratische Bewegung und der Genozid von 1915)

Der KKH e.V. (Komkar Berlin), die Arbeitsgruppe Anerkennung (http://www.aga-online.org/de/ueberuns/index.php) und der Verein für alternative Migrationspolitik und Kultur Allmende (http://allmendeberlin.al.funpic.de/index2d.htm) luden am Sonntag, dem 21. Februar 2010 zur Präsentation eines Buchs von Recep Marasli über den Völkermord an den Armeniern und die nationale demokratische armenische Bewegung ein. Marasli   verbrachte mehr als 16 Jahre in türkischen Gefängnissen und wurde eine Symbolfigur  der kurdischen Bewegung.  Sein Verlag veröffentlichte viele Beiträge zur kurdischen Geschichte, die immer wieder von türkischen Behörden verboten wurden.  Er lebt seit 1999 in Deutschland. Marasli sprach über die Entstehung seines Buches. Er schilderte zunächst, wie er im Gefängnis von Diyarbakir durch Mitgefangene auf die Geschichte der Armenier aufmerksam gemacht wurde. Er stellte daraufhin fest, dass die türkische Geschichtsschreibung, mit der er aufwuchs, von Verfälschungen und Verdrängung gekennzeichnet war. Die türkische Nation entstand nicht im einheitlichen Kampf gegen die westlichen Besatzungsmächte, sondern die nationale Einheit wurde durch die Verfolgung, Assimilierung oder Ermordung anderer Nationen, der armenischen wie der kurdischen, erzeugt. Auch waren die Armenier keine Eroberernation, sondern die indigene Bevölkerung eines Teils von Anatolien. Der Getreidespeicher in seiner Heimatstadt Erzurum, vor dem er als Kind spielte, war bis 1915 eine armenische Kirche. Auf seine Beschäftigung mit dem Schicksal der Armenier reagierten auch kurdische Mitgefangene zunächst   verständnislos. Er setzte seine Recherchen aber trotz großer Schwierigkeiten, die  durch seine politische Verfolgung bedingt waren, fort. Dabei stellte er fest, dass er sich auf die universitäre Forschung zu diesem Thema kaum verlassen konnte. Nicht nur die türkische, auch die westliche, die alternative und die marxistische Geschichtswissenschaft hätten sich mit den Einzelheiten des Völkermords an den  Armeniern und Assyrern bislang nur wenig beschäftigt. Dem stünden auch die Interessen der Oberschichten, der türkischen wie auch der kurdischen, entgegen, diese hätten nämlich vom Völkermord profitiert. Es gelang ihm nach 15 Jahren, das Buch zu vollenden.  Er will damit einen Beitrag zu einer wahrheitsgetreuen Geschichtsschreibung liefern und besonders den multinationalen und multireligiösen Charakter der anatolischen Gebiete vor dem  Genozid von  1915 herausstreichen.

Ein Kurzreferat von Dr. Gerayer Koutcharian leitete den Vortrag ein. Er betonte, dass eine wahrheitsgetreue Rekonstruktion der Geschichte des Völkermords notwendig ist, weil dieser von der Türkei bis zum heutigen Tag geleugnet wird. Hier hätten auch die Kurden eine Vergangenheit aufzuarbeiten,  weil sich auch kurdische Führer (?-ein Name wurde genannt) mit ihren Anhängern beteiligten, insbesondere am Vorgehen gegen die Aramäer des Tur Abdin und die Assyrer von Hakkari. Koutcharian ging auch auf die Rolle Deutschlands beim Völkermord und dem Kampf um dessen Anerkennung ein: Wenn Deutschland  offiziell seine Mitschuld durch Wegsehen und unterlassene Hilfe bekennen würde, sei die Position der Türkei schwerer zu halten.

Über die Rolle der Kurden wurde anschliessend  kontrovers diskutiert. Es wurde gefordert, den Völkermord von 1915 zum Schulunterrichtsstoff in Deutschland zu machen. Die Veranstaltung wurde von einer Diashow „Stille Schreie- Verlorene Geschichte“ eingeleitet und von der Gruppe „Dendar“ musikalisch umrahmt. Unterstützt wurde sie von der landeszentrale für Politische Bildung.


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